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19.04.2011: Weg vom Strom aus Atomkraftwerken Drucken



Herrn Bürgermeister
Ernst Müller
Am Büscherhof 1
42799 Leichlingen



Fraktionsanfrage und Antrag
Weg vom Strom aus Atomkraftwerken


Sehr geehrter Herr Müller,
über den Ausstieg aus der Atomenergie scheint über alle parteipolitischen Grenzen hinweg Einigkeit zu herrschen; diskutiert wird nur das Wann und Wie. In diesem Zusammenhang möchte die UWG-Fraktion geklärt haben, zu welchen Konditionen die Stadt Leichlingen die Stromversorgung der städtischen Verbrauchsstellen wie Rathaus, Schulen, Kindergärten, Straßenbeleuchtung etc. auf  „atomfreien“ Strom umstellen kann. Die UWG-Fraktion bitte deshalb um Beantwortung folgender
Anfrage:

Wie hoch liegt derzeit der rechnerische Anteil der Kernenergie am Stromverbrauch der Stadt Leichlingen?

Welche Möglichkeiten hat die Stadt Leichlingen, zusammen mit ihrem Versorgungspartner BELKAW ihren Strombedarf ohne Strom aus Kernenergie zu decken?

Wie hoch wäre - auf  der Basis der Stromverbrauchsmenge 2010 gerechnet - der Preisunterschied zwischen dem zurzeit gültigen Vertrag mit der BELKAW und dem Bezug von BELKAW-Strom ohne Kernenergie?

Wie, wann und zu welchen Bedingungen ist ein Umstieg vom laufenden BELKAW-Vertrag in einen BELKAW-Vertrag ohne Atomstrom möglich?

Könnte die Stadt „atomfreien“ Strom auch von einem anderen Anbieter als der BELKAW beziehen? Wenn ja, ab wann und mit welchen finanziellen Folgen für die Stadt unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Beteiligung der Stadt an der BELKAW?

Antrag
Die UWG-Fraktion beantragt, dem Rat und seinen zuständigen Ausschüssen alsbald ein Konzept zum kurzfristigen Umstieg der Stadt auf eine Stromversorgung der städtischen Verbrauchsstellen ohne Strom aus Atomkraftwerken vorzulegen.

Mit freundliche Grüßen

gez.
Hermann Terjung